Das Grüne Klassenzimmer ist ein Service von Lernort Natur des LJV, um Schulklassen spielerisch, didaktisch und methodisch wieder an und in die Natur zu führen, um Zusammenhänge und Kreisläufe begreifbarer zu machen. Dazu können die Klassen aus verschiedenen Themengebieten auswählen. Hierzu haben Melanie und Markus im März dieses Jahres einen Vorbereitungskurs besucht, bei dem die Inhalte dieser Themengebiete in Theorie und Praxis vermittelt wurden.
Am 2. Oktober war es dann so weit: Eine Schulklasse der Theodor-Gerhardt-Grundschule mit 24 Schülern hatte sich für den Unterricht „Wie unsere Wildtiere leben“ angemeldet. Eine Schulklasse der Hartranft-Grundschule mit 23 Schülern war für den Kurs „Tieren auf der Spur“ eingebucht. So fanden sich die beiden Naturpädagogen um 8:00 Uhr beim Landesgartenschaugelände am Bärenschlössle im Christophstal ein, um die beiden Boxen samt Bollerwagen mit den Unterrichtsmaterialien in Empfang zu nehmen.
Nach einer kurzen Unterhaltung mit dem Verantwortlichen des Grünen Klassenzimmers begannen sie mit den Vorbereitungen, um entsprechende Pirschpfade, Spuren und Materialien auszulegen. Die beiden Klassen kamen pünktlich gegen 10:30 Uhr. Doch zuerst konnten sich die Kinder auf dem angelegten Spielplatz austoben. Dabei entdeckten die ersten Kinder im Sandkasten einige Spuren und Läufe von Tieren, und so mussten zunächst das eine oder andere Vorurteil sowie etwas Ekel abgelegt werden.
Nach dem Spielen und Toben übernahm jeder LoN-Pädagoge seine Gruppe. Markus ging mit seiner Klasse in den Pavillon, während Melanie ihre Klasse in den Wald führte. Bei Melanie gab es zunächst eine Vorstellungsrunde, bei der jeder seinen Namen und sein Lieblingstier nennen durfte. Dabei nannten die Schüler überwiegend ihre Haustiere. Im Anschluss verteilte Melanie Karten mit Tierbildern auf den Rücken der Schüler, die dann mithilfe ihres Partners erraten mussten, welche Tiere sie darstellten.
Nun war es wieder Zeit für etwas Bewegung, und so bewegte sich die Klasse in der Manier eines Luchses über den Parcours mit Spuren und Zeichen.
Die Pirsch führte weiter über den Auerhuhn-Pfad, den Eichhörnchen-Pfad und den Wildschwein-Pfad. Dabei entdeckte die Klasse sehr vieles: Neben Fährten auch Spuren an den Bäumen, verschiedene Felle, einige Zähne und sogar Schädel sowie lebensgroße Silhouetten von Fuchs, Dachs, Feldhase und Baummarder.
Da die Schüler einiges selbst entdecken konnten, wurden auch viele Fragen gestellt und beantwortet.
Zum Schluss durften die Kinder noch einmal selbst auf Entdeckungsreise gehen und alles intensiv befühlen und genau betrachten.
Auch bei Markus im Pavillon gab es zunächst eine Vorstellungsrunde, bei der jeder seinen Namen und sein Lieblingstier nennen durfte. Dabei zeigte sich, dass nur wenige heimische Tiere genannt wurden – dafür umso mehr exotische.
Weiter ging es mit dem Erraten von Tieren anhand verschiedener Fragen. Um den Tastsinn und das Wissen zu testen, gab es für die Klasse bei der nächsten Aufgabe verschiedene Gegenstände wie Nüsse, Zapfen, Federn, Holz, Knochen, Zähne, Muscheln und sogar eine Biberkelle hinter dem Rücken in die Hand. Nach einer kurzen Zeit zum Überlegen, Fühlen und Tasten wurde abgefragt, was jeder Einzelne in die Hand bekommen hatte. Gemeinsam wurden die einzelnen Gegenstände analysiert und besprochen.
Danach ging es weiter mit der Spurensuche auf dem Weg in den Wald. Dabei wurden verschiedene Läufe, Haare, Knochen, Vogelnester und Muschelschalen gefunden und gemeinsam analysiert und besprochen.
Weiter im Wald gab es dann noch einige Abbilder von Marder, Fuchs, Hase und Igel sowie die Felle der heimischen Wildarten zum Anfassen zu entdecken.
Den Abschluss der Unterrichtseinheit bildete die Zuordnung von verschiedenen Tierstimmen, die die Kinder den jeweiligen Tieren zuordnen mussten.
Nach 90 Minuten waren die Unterrichtseinheiten vorbei und die Schüler traten mit ihren Pädagoginnen gut gelaunt und mit viel neuem Wissen den Rückweg in die jeweiligen Schulen an.
Melanie und Markus










