„Tierschutz ist nicht teilbar“

Junge Union Ortenau informiert sich bei Jägern über Novellierung des Jagdgesetzes

Erstellt am 30.07.2014

Die Junge Union Ortenau traf sich am Samstag, den 7.6.2014, mit den Jägern Frederic von Tiefenau und Rainer Hempelmann in Kehl. Frederic von Tiefenau und Rainer Hempelmann führten die Gruppe durch ihr Revier und zeigten anhand von vielen Beispielen, wie die Politik Auswirkungen auf die praktische Jagdausübung und Landwirtschaft hat. „Die Grünen betreiben Klientelpolitik für Tierschützer und Naturschutzverbände“, so die Jäger, „jedoch betreiben sie keinen echten Tierschutz.“  So sollen in der Novellierung des Jagdgesetzes unter anderem umgesetzt werden, dass Tiere in Notzeiten nicht mehr gefüttert werden dürfen. „Jede r kleine Igel wird von den Naturschutzverbänden gefüttert, aber wir sollen unsere Wildtiere grausam verhungern lassen“, so von Tiefenau. Man habe den Eindruck, nur Tiere unter dem Naturschutzgesetz würden den Schutz der Naturschutzverbände und der Grünen genießen, jedoch nicht die Tiere, die unter das Jagdgesetz fallen.  „Tierschutz ist nicht teilbar“, so von Tiefenau. 
Weiterhin bekamen die Zuhörer den Eindruck, dass die Naturschutzverbände kein Verständnis für das Gleichgewicht und die Vorgänge in der Natur haben. „Der NABU fordert schon lange, dass keine Füchse mehr bejagt werden dürfen. Gleichzeitig werden die Gelege vom großen Brachvogel eingezäunt, damit der Fuchs sie nicht fressen kann“, so Hempelmann.  Es wurde deutlich, dass Jäger mit ihrer Tätigkeit das Gleichgewicht in der Natur herstellen und unter anderem  auch Seuchen eindämmen. „Jede Wildpopulation in zu großem Bestand ist eine Brutstätte für Seuchen, die teilweise auch auf den Menschen übertragbar sind, so unter anderem der Fuchsbandwurm, der einen tödlichen Ausgang für den Menschen nehmen kann“, erklärte Hempelmann.  Diese Gefahr bestehe, wenn die Bau- und Fallenjagd wie geplant verboten werde, da das die Fuchsjagd erheblich erschwere. Die Jäger sahen außerdem das große Problem, dass eine Jagdpacht unbezahlbar werden könnte. „Wenn eine zweimonatige Jagdruhe für das Schwarzwild eingeführt wird, in einer Zeit, in der normal 20% der Abschusses getätigt werden, resultieren daraus enorme Wildschäden.“ Für Wildschäden zahle der Jagdausübungsberechtigte persönlich. „Die Jagd ist ein finanzielles Minusgeschäft. Man geht ihm aus reiner Leidenschaft nach. Doch wenn es unbezahlbar wird wegen fünf- bis sechsstelligen Wildschadensersatzzahlungen im Jahr, können dem nicht mehr viele nachgehen“, so die Jäger.
„Die Grünen betreiben eine bösartige ideologische Politik“, so Hempelmann, „leider haben wir nur noch die Möglichkeit, die Leute über das zu informieren, was durch die Gesetzesänderung verursacht wird. Mitwirken können wir nicht“ Hempelmann und von Tiefenau verdeutlichten, dass das Bild des Jägers in den Medien völlig falsch dargestellt werde. „Der Jäger wird als böser Tiermörder dargestellt, der unter anderem gerne Hunde und Katzen erschießt“, so Hempelmann, „dabei wurde hier in der Gegend sicher in den letzten 30 Jahren kein Hund mehr erschossen. Wenn die Jäger keine wildernden Hunde und Katzen mehr schießen dürfen, wird das kaum ein Jäger vermissen“
Am Ende bedankte sich die Junge Union Ortenau für die Erläuterungen der Jäger. „Wieder einmal beweist die grün-rote Politik, dass sie weit entfernt ist von der „Politik des Gehörtwerdens“. Es ist schade, dass die Jäger so wenig in die Gesetzesänderungen miteingebunden werden“, so Madline Gund, Vorsitzende der Jungen Union Ortenau. Weiterhin stellte sie fest: „Uns wurde klar, dass Jäger ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft im Rahmen des Tier- und Naturschutzes sind.“

Erstellt am 30.07.2014
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