Jahreshauptversammlung 2018 der Jägervereinigung Kehl-Achern e.V.

Am 17.03.218 trafen sich die Mitglieder der Jägervereinigung Kehl-Achern in der Fautenbacher Festhalle zur Jahreshauptversammlung. Bewirtet wurde vom Gesangverein "Eintracht" Fautenbach und der Narrenzunft "Fautenbacher Ziwwl Wängscht und Ziwwl Hexen e.V." Die Achertäler Jaghornbläser eröffneten mit jagdlichen Klängen die Veranstaltung. Kreisjägermeister Rainer Hempelmann konnte eine gut besuchte Versammlung eröffnen und Ortsvorsteher Glaser sprach für die Gemeinde ein Grußwort.

Erstellt am 17.03.2018

Am 17.03.218 trafen sich die Mitglieder der Jägervereinigung Kehl-Achern in der Fautenbacher Festhalle zur Jahreshauptversammlung. Bewirtet wurde vom Gesangverein "Eintracht" Fautenbach und der Narrenzunft "Fautenbacher Ziwwl Wängscht und Ziwwl Hexen e.V." Die Achertäler Jaghornbläser eröffneten mit jagdlichen Klängen die Veranstaltung. Kreisjägermeister Rainer Hempelmann konnte eine gut besuchte Versammlung eröffnen und Ortsvorsteher Glaser sprach für die Gemeinde ein Grußwort. Dr. Rudolf Span vom Veterinäramt Offenburg referierte zum Thema der afrikanischen Schweinepest, welche über die osteuropäischen Länder nach Deutschland überzugreifen droht. Überträger des Virus können Wildschweine sein, doch bedrohlicher ist das Verschleppen des Virus durch Menschen, welche unachtsam kontaminierte Lebensmittel wegwerfen und das Virus dadurch nach Deutschland einschleppen. Das Virus ist für Wild- und Hausschweine tödlich und bedroht die Schweinemäster in ihrer wirtschaftlichen Existenz. Für die Gesundheit des Menschen stellt der Erreger keine Gefahr dar. Herr Dr. Span berichtete über die Szenarien und Planungen, welche die verantwortlichen Behörden im Falle eines Ausbruchs der Seuche vorbereiten. Eine wichtige und vorbeugende Maßnahme sei die Absenkung der Wildschweinpopulation und hierin sieht der Vertreter des Veterinäramtes einen wichtigen Beitrag der Jägerschaft. Herr Thomas Peter aus Freistett stellte die neu gegründete „ Schweißhundestation Ortenau“ vor. Dessen Ziel es ist hochspezialisierte Hunde, zum Beispiel für das Auffinden von verunfalltem Wild, zur Verfügung zu stellen. Mehrere Hundeführer und deren Hunde haben hierfür eine qualifizierte Ausbildung erfahren, welche auch durch erschwerte Prüfungen nachgewiesen werden. Diese ehrenamtlich engagierten Jäger stehen den Jägern der Jägervereinigung 24 Stunden an 7 Tagen zur Verfügung und leisten damit einen wesentlichen Beitrag Tierleid zu vermeiden. In seinem Jahresbericht ging Kreisjägermeister Rainer Hempelmann auf die zurückliegenden Tätigkeiten und Termine ein. Kritische Töne fand Hempelmann für die Forderung des Deutschen Bauernverbandes in Zusammenhang mit der afrikanischen Schweinepest, wonach der Verband eine Verminderung der Population von 70 % verlange. Hempelmann forderte in diesem Zusammenhang mehr Kooperation von Seiten des Bauernverbandes. Nicht die Jägerschaft ist verantwortlich für die hohen Bestände es sind die Getreidemonokulturen in denen die Sauen sich das ganze Jahr über wohl fühlen und über reichlich Nahrung verfügen, der Klimawandel und die damit einhergehenden immer öfter auftretenden Baummasten. Nicht zuletzt eine unsinnige Jagdgesetzgebung der ehemaligen Grün-Roten Landesregierung, welche dem Schwarzwild eine Schonzeit gegeben haben, auch wenn diese nun ausgesetzt wurde. Rainer Hempelmann lehnt auch die höchstumstrittenen Saufänge ab, welche nun auch in der Planung sind. Diese verstößen gegen jedweden Tierschutz und seien aus ethischen Gründen abzulehnen. Im Übrigen wird höchstwahrscheinlich der Mensch das Virus nach Westen bringen, durch weggeworfene kontaminierte Fleisch- und Wurstprodukte. Hier wird wieder einmal das schwächste Glied, nämlich das Wildtier zur Verantwortung gezogen. Die Bereitschaft den Warenverkehr von Ost nach West zu kontrollieren und damit die deutschen Grenzen, ist von Seiten der Behörden nicht da.

Ein weiteres kritisches Thema ist der Umgang mit dem Wolf. Der Landesjagdverband fordert die Aufnahme des Wolfes in das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz und ich muss Ihnen sagen, dass wäre aus meiner Sicht ein riesen Fehler. Nicht die Jägerschaft hat die Wiederansiedlung des Wolfes befürwortet oder gar aktiv betrieben, dies haben Naturschutzverbände im Verein mit den Grünen. Die dies zu verantworten haben, sollen sich auch um die kommenden Probleme und um die „letale“ Entnahme der Problemwölfe bzw. der Ausdünnung der zu groß gewordenen Wolfspopulation übernehmen. (die sind sogar zu Feige, die Wahrheit auf Deutsch auszusprechen, nämlich das Töten von Wölfen zu übernehmen). Denn wenn wir uns diese Forderung des Landesjagdverbandes und der CDU zu Eigen machen sind wir für die Hege des Wolfes verantwortlich und damit für alles, was damit einhergeht. Was bleibt übrig, wenn ein Jäger einen auffälligen Wolf erlegt…. Ganz große Schlagzeilen in der Presse und Gezetere bei den Naturschutzverbänden und Wolfskuschlern…. Jäger schießt Wolf Hansi tot!!!! Dann will keiner mehr etwas davon wissen, wer die Treiber und Nutznießer der Wiederansiedelung waren. Skrupellos und wider besseres Wissen fordern und fördern sogenannte Naturschutzverbände die Wiederansiedelung des Wolfes in Baden-Württemberg. Warum tun diese Naturschutzverbände daß, weil es sich hier um eine riesige Spendensammelprojekt handelt. Wolfspatenschaften, Wolfsprojekte und öffentliche Fördergelder bis hin zur Aufforderung mittels abgebildeten zuckersüßen Wolfwelpen sein Erbe an den WWF zu vermachen, so mehrmals gesehen in Anzeigen im Amtsblatt Kork. Der Wolf spült diesen Verbänden Unsummen von Geld in die Kassen. Sie nützen die Unkenntnis vieler tierfreundlicher Bürger, welche auf die Märchen der Spendensammelvereine hereinfallen. Ein beliebtes „Märchen“ ist die Behauptung, der Wolf habe eine natürliche Scheu vor dem Menschen. Dieses ist durch viele Begegnungen und  Vorfälle in den nördlichen Bundesländern schon lange widerlegt. Darüber sprechen diese Verbände natürlich nicht. Selbst das Bundesamt für Naturschutz mußte in der hauseigenen Zeitschrift „Natur und Landschaft“, Ausgabe 11-17, anerkennen, daß der Wolf keine natürliche Scheu vor dem Menschen hat. Wölfe nähern sich konsequent menschlichen Siedlungen, da diese einfache Beute in Form von Haustieren  versprechen. Als hochintelligentes Tier und Nahrungsopportunist lernt der Wolf schnell, wo man einfach Beute machen kann. Auch die Gefährdung der Weidetierhaltung wird permanent heruntergespielt bzw. negiert. So sollen Zäunungen und Herdenschutzhunde helfen. Bisher haben noch keine Zäunungen Wölfe daran gehindert, Herdentiere zu reißen. Die Haltung von Herdenschutzhunden ist nicht einfach und setzt unter anderem sichere Zäunungen voraus, zumal der Herdenschutzhund nicht nur gegen Wölfe seine Herden verteidigt und dadurch selber zur Gefahr werden kann. In den teils sehr problematischen Lagen des Schwarzwaldes oder auch der schwäbischen Alb, ist auf Grund der Geographie ein halbwegs wirksamer Schutz kaum möglich. Wenn es hier zu vermehrten Rissen kommen sollte, werden die Programme zur Offenhaltung des Schwarzwaldes scheitern, weil viele Nutztierhalter aufgeben werden. Das Rotwild in Baden-Württemberg als natürlicher Offenhalter von Landschaften, wird seit Jahrzehnten in sogenannten Rotwildgebieten vom Gesetzgeber eingesperrt und ist außerhalb dieser Rotwildgebiete nicht geduldet und außerhalb der Rotwildgebiete  der Jagdzeit abzuschießen.(§3 Abs. (1)  Verordnung des Ministeriums für Ernährung,Landwirtschaft und Forsten über die Bildung von Rotwildgebieten vom 28. März 1958). Soviel nur dazu, wie unterschiedlich medienwirksam einzelne Arten befördert werden. Das Rotwild wird konsequent eingesperrt und der Wolf darf sich ausbreiten. Mitte des 19. Jhd. verschwanden die letzten Wölfe in Deutschland, seit dieser Zeit hat die Bevölkerung um faßt das Doppelte zugenommen und die Landschaft hat sich durch die menschliche Nutzung massiv verändert. Unsere Kulturlandschaft ist viel zu dicht besiedelt und durch immer mehr Verkehrsinfrastruktur durchzogen, als daß Wolfsrudel genügend Lebensraum finden könnten, ohne Opfer dieser dichten Besiedelung zu werden. Hier helfen nur Fakten und die ehrliche Feststellung, daß der Wolf in den meißten Teilen Deutschlands keinen artgerechten Lebensraum mehr hat. Alles andere ist ideologisierte Wolfsromantik und naive „Wolfskuschelei“ hilft hier schon gar nicht. Wenn es der Gesetzgeber nicht schaffen sollte, sich hier aus den Klammern der Lobbyisten zu lösen, wird es früher oder später zu massiven Problemen führen, bis hin zu Übergriffen des Wolfes auf menschliche Siedlungen. Letztlich wird hier der Wolf zum Opfer derer, welche seine Wiederansiedelung propagieren und dafür öffentliche Aufmerksamkeit einheimsen. Dies hat diese hochintelligente und äußerst interessante Art nicht verdient.

Ferner wurden wieder zahlreiche langjährige Mitglieder geehrt. So erhielten für 25-Jahre eine Silberne Treuenadel Bernhard Ihle, Schwanau; Michael Stäbler, Offenburg; Klaus Fischer, Achern und Karl-Heinz Bohnert, Ottenhöfen; für 40 Jahre in Gold Georg Falk, Lauf; Armin Ossola, Kappelrodeck; Werner Keck, Manfred Huck und Klaus Weiss, Kehl; für 50 Jahre Klaus Birmele, Willstätt; Lothar Zaspel und Willy Jaeniche, Kehl; Karl-Werner Decker und Friedrich Heinz, Achern. Aus der JHB-Gruppe wurden ausgezeichnet für 10 Jahre Mitgliedschaft Matthias Burst, Appenweier; Matthias Lusch, Kehl; Friedbert Lusch, Willstätt und Marita Berbig, Offenburg; für 40 Jahre Hubert Zuber, Ottersweier. Für besondere Verdienst um die KJV das Verdienstabzeichen in Broze Sieglinde Rösch, Achern; Hubert Zuber, Ottersweier;  Thomas Hennenberger, Willstätt; Rainer Hempelmann, Frederic Göldlin und Günter Jockers, Kehl; Egon Busam und Uwe Dreher, Renchen; in Silber Karl-Hans Lasch Willstätt und in Gold Dieter Kämpf, Kehl.

Erstellt am 25.03.2018
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