Bericht Abbalgkurs Februar 2012

Abbalgen von Füchsen und anderem Raubwild

- Interessanter Lehrgang in Seebach, Ortenaukreis -

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Das Abbalgen von Füchsen und anderem Raubwild, wie zum Beispiel Marder oder Iltis ist eine Tätigkeit, die zugegebener Maßen nicht eines jeden Jägers Sache ist. Beim einen ist es die angeblich fehlende Zeit, beim anderen die bloße Berührungsangst wegen der Gefahr des Fuchsbandwurms und anderen übertragbaren Krankheiten oder eben einfach die mangelnde Kenntnis der entsprechenden Techniken. Um so erfreut war Johann Belsch, Hegeberater für Auerwild, als er am vergangenen Samstag in Seebach 20 interessierte Waidgenossen, darunter drei Damen, zu dem von Präparator und Kürschnermeister Manfred Siefridt aus Schluchsee geleiteten Abbalgkurs begrüßen

konnte. Im Rahmen des rund zweieinhalb Stunden dauernden Kurses stellte Siefridt die von ihm selbst entwickelte Technik für das Abbalgen von Füchsen und Mardern vor. Dabei werden die erlegten Tiere nicht hängend, sondern auf dem Rücken liegend auf einem Tisch mit einem Skalpell filigran von ihren Bälgen befreit. Wichtig dabei ist, dass möglichst wenig Wildbret und Feist am Balg verbleibt, weil dies bei der anschließenden Weiterverarbeitung zur Problemen führen kann. Allerdings ist dies bei von ihm bevorzugten Methode des Salzens nicht von derselben Bedeutung wie beim Trocknen.

Als Werkzeuge brachte Siefridt neben dem bereits erwähnten Skalpell, das man in Sanitätsgeschäften zu einem überschaubaren Preis nebst einem Satz Klingen erwerben kann, eine robuste Allzweckschere, ein Messer mit einer langen, schmalen Klinge sowie eine spezielle Vorrichtung zum Abstreifen der Lunte mit. Besonders beeindruckt waren die Lehrgangsteilnehmer mit welcher Finesse er Pfoten löste, Lauscher von störenden Knorpeln befreite und schließlich die Lunte in Sekundenschnelle vom Schwanzknochen abstreifte. Als Zugabe zu seinen bemerkenswert lehrreichen Vorführungen gab Siefridt anschließend noch Hinweise zur Behandlung von Schwarz-, Reh- und Gamswildtrophäen.

Wir danken Herrn Klaus Brodbeck für die Berichterstattung und Bereitstellung der Fotos